Im Internet gibt es angeblich keine Hierarchie, keinen zentralen Server, Chef, oder Eigner. Daher auch der Name „World Wide Web“, das weltumspannende Netz. Aber stimmt das auch? Ist das WWW wirklich demokratisch, ohne Führung und sogar Regeln? 

Erst mal, es gibt mehr als ein Internet. Ursprünglich wurde das Internet durch eine Zusammenarbeit des amerikanischen Militärs mit Ivy-League-Universitäten geschaffen. Das ARPA-Net sollte sichere Kommunikation zwischen Forschung und Militär möglich machen. Daraus entstand dann das WWW, dessen grundlegende Normen und Standards von einem Konsortium festgelegt wurden – und immer noch werden. So weit war das Internet auch wirklich anarchistisch, in dem Sinne, daβ es keinen gab der über andere bestimmen konnte. 

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Google, die absolute Macht im Cyberspace

Heute ist das WWW praktisch geteilt in 2 Sektoren: das sogenannte organische Internet und das kommerzielle Internet. Das organische Internet ist immer noch weitgehendst ohne Obrigkeit. Es gibt wohl eine gewisse Selbstzensur der ISP (Internet Service Providers), also den Anbietern wie die Telecom, aber ansonsten ist alles sich selbst überlassen. Jeder kann mehr oder weniger veröffentlichen was er will, innerhalb dem Rahmen der internationalen Strafgesetze. 

Im kommerziellen Internet ist das eine ganz andere Sache. Dort regiert schlecht und recht Google. Niemand hat jemals Google darum gefragt, oder Erlaubnis gegeben. Aber Google ist seit Jahrzehnten die dominierende Suchmaschine. Und im kommerziellen Netz hängt alles eben davon ab, daβ Kunden Waren und Dienstleistungen suchen und finden können. Und wie das geschieht, das bestimmt eben Google. 

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Von totaler Freiheit zu Netzwerken im faradayschen Käfig

Außer dem kommerziellen Internet gibt es auch noch das „Dark Web“. Dort herrscht totale Anarchie. Das ist das Netzwerk der schrulligen Bulletins, obskuren User Gruppen und extremistischen Foren. In den letzten Jahren, sind darüber hinaus auch noch abgeschottete, nationale Internets entstanden. So zum Beispiel in China, Russland und Iran. Man ist dort bekümmert, und wohl zu Recht, daβ das Google dominierte Internet für andere autoritäre Regimes als USA gefährlich ist. Also hat man in diesen Ländern ein „alternatives Internet“ geschaffen. Mit eigenen, Regierungs-kontrollierten Suchmaschinen, und undurchdringlichen Firewalls nach außen. 

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Suchmaschinen Optimierung

Bis vor wenigen Jahren, war alles viel einfacher. Wenn eine Website online war, brauchte man bloß eine Menge „Keywords“ darin platzieren. Umso mehr Keywords, umso leichte konnte Googles Suchmaschine die Website finden. Bloß sind Keywords nicht sehr unterhaltsam zu lesen. Daher kamen clevere Webmasters auf die glorreiche Idee diese zu verstecken, sodass nur Googles Suchmaschine, nicht aber das menschliche Auge sie sehen konnte. 

Das konnte man erreichen indem man z.B. Keywords in derselben Farbe wie den Hintergrund schrieb. 

Heutzutage ist Googles Suchmaschine eine der fortgeschrittensten künstlichen Intelligenzen der Welt. Gleichzeitig stellt Google immer höhere Anforderungen an die Qualität von Websites. Damit Google eine Website finden will, sollen folgende Kriterien gewährleistet sein: 

  • Ästhetik – Die Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. In diesem Falle in Googles Auge. Wenn Ihre Website von Googles Such-Algorithmus nicht als „ästhetisch“ empfunden wird, gibt das Minuspunkte. Hierunter gehört daβ die Qualität von Bildern, Sound und Videos beurteilt wird. 
  • White Hat Optimierung – Was Google erlaubt an Optimierungsmechanismen wird „White Hat“ genannt. Alles andere ist „Black Hat“ und wird bestraft. Darunter der oben erwähnte Keyword Trick.
  • Relevanter Inhalt und Kontext – Googles Suchmaschine liest jetzt so gut wie ein menschlicher Leser, und verlangt relevanten Inhalt und Zusammenhang.
  • Sprachliche Korrektheit – Grammatik und Rechtschreibung, sowie eine angemessene Wortwahl sind auch wichtige Kriterien.
  • Behindertenfreundlichkeit – Kann auch jemand der blind, taub oder sonst irgendwie benachteiligt ist, mit Ihrer Website etwas anfangen? Wenn nicht, gibt’s dafür auch Minuspunkte.
  • Heimliche Kriterien – und als ob das nicht genug wäre, so hält Google zudem einige ihrer Kriterien unter Verschluss. Die müssen Sie erraten.